Mein 68 – Ein verspäteter Brief an meinen Vater

Foto: Ulrike Deuscher

Film von Hannes Heer mit anschließender Diskussion. Hannes Heer, Filmemacher, Publizist und profilierter Historiker, spricht mit Helge Adolphsen über eine Zeit des Aufbruchs, des Aufruhrs, über Schuld und Verbrechen und die Konfrontation mit den eigenen Vätern. Eine Benefizveranstaltung zu Gunsten eines Projekts der Russlandhilfe e.V.

Er hatte viele Fragen und suchte das Gespräch mit seinem Vater. Doch dieser wandte sich von ihm ab. Blieb stumm bis an sein Lebensende. Die Fragen blieben. Hannes Heer suchte mit filmischen Mitteln den Dialog mit seinem Vater, der der NSDAP angehört hatte und nach dem Krieg die CDU wählte. Er zeigt an diesem Abend seinen 1988 entstandenen Kultfilm „Mein 68 – Ein verspäteter Brief an meinen Vater“, der sich mit der verständnislosen, ja hasserfüllten Reaktion des Vaters auf den politisch-kulturellen Aufbruch der damaligen Studentengeneration auseinandersetzt. Auf nachdenkliche und selbstkritische Weise rekonstruiert der Film die Gründe, welche die Studenten empörten – das Verschweigen und Verleugnen jeder Mitschuld an den Verbrechen Nazideutschlands, die Präsenz der Täter in Politik, Justiz, Wirtschaft und Wissenschaft, die Aushöhlung der Demokratie durch die Notstandsgesetze, der Krieg in Vietnam. Er zeigt auch, warum Hannes Heer selbst zu einem Aktivisten dieses phantasievollen und sich dann radikalisierenden Protestes wurde, wie er als „Rudi Dutschke von Bonn“ mit zeitweiliger Exmatrikulation und Berufsverbot bestraft wurde. Im Anschluss daran spricht Hannes Heer mit Helge Adolphsen über jene aufregende Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und was diese politischen Erfahrungen für sein weiteres Leben bedeuteten.Der Erlös des Abends geht an die Russlandhilfe e.V. zu Gunsten der russischen Menschenrechtsaktivistin Tamara Karasteleva. Nach einer Demonstration für Kinderrechte in Georgien, bei der ihr Mann schwer misshandelt wurde, erlitt sie einen Zusammenbruch. Seit einem Jahr liegt sie, unter polizeilicher Beobachtung, mit einer aggressiven Leukämie in einem georgischen Krankenhaus.

Referent: Hannes Heer und Helge Adolphsen

Termin: Mi, 8. Juni 2011 um 19:00

Ort: NewLivingHome, Atrium

Anfahrt: U2-Hagenbecks Tierpark

Kosten: € 15,- als Benefizbeitrag für das beschriebene Projekt

InitiatorIn: Mitglied Kristin von Giese

Anmeldung: ab 13.04. bei NEW GENERATION [VA-Nr. 2003]

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