Anita Rée – Retrospektive

Anita Rée (1885–1933), Selbstbildnis, 1930. Öl auf Leinwand, 65,3 x 60,5 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: Elke Walford

Ausstellungsbesuch in der Hamburger Kunsthalle  mit Eberhard Stosch, Kunsthistoriker

Anita Rée (1885-1933) ist eine der faszinierenden und rätselhaften Künstlerinnen der 1920er-Jahre. Sie lebte in vielerlei Hinsicht ein Leben zwischen den Welten: als selbstständige Frau zwischen Tradition und Moderne, als regionale Künstlerin mit internationalem Anspruch, als Hamburgerin mit südamerikanischen Wurzeln und als protestantisch erzogene Jüdin. Auch in ihren Werken spiegeln sich die zum Teil radikalen Veränderungen der modernen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht dabei die existentielle Frage nach der eigenen Identität. In eindringlichen Bildern präsentiert Rée Menschen anderer Herkunft und das Selbst als fremdes Wesen. Ihre intimen Frauenakte berühren noch heute. Porträts von Herren der Gesellschaft, die südliche Landschaft als Sehnsuchtsort, weltliche Figurenbilder mit religiösem Gehalt oder vereinzelte Tiere in kargen Dünen zeigen die große Vielfalt ihrer Motive.

Diese erste umfassende Ausstellung zu der Malerin stellt mit teilweise noch unbekannten Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und gestalteten Objekten ein facettenreiches Werk vor: Von impressionistischer Freilichtmalerei über kubistisch-mediterrane Landschaftsbilder bis hin zum neusachlichen Porträt.

 

Termin: Fr, 20. Oktober 2017 um 14:15

Ort: Hamburger Kunsthalle

Treff: 14.00 Uhr, Kunsthalle, neuer Eingang gegenüber der Galerie der Gegenwart (Glockengießerwall)

Anfahrt: Bahnen und Busse Hamburger Hauptbahnhof

Kosten: € 9,– nur Führung, ohne Eintritt. Den zusätzlichen Eintritt zahlen Sie bitte individuell an der Kasse. „Freunde der Kunsthalle“ haben freien Eintritt.

Teilnehmer: min 17 / max. 20

Anmeldung: ab 09.10. bei NEW GENERATION [4503]