Karl Schmidt-Rottluff: Expressiv. Magisch.Fremd

Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976): Geweihfarn in der Mitte, 1957, Brücke-Museum Berlin, Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Bucerius Kunstforum. Ausstellungsbesuch mit Kunsthistoriker Eberhard Stosch

Zum ersten Mal untersucht eine Ausstellung die Faszination Karl Schmidt-Rottluffs für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände und seine Rezeption der magischen Kraft dieser Objekte.

Bereits während der Zeit in der Künstlergemeinschaft „Brücke“ verfolgte Schmidt-Rottluff (1884-1976) sein Ziel, „das zu schaffen, was ich sehe und fühle, und dafür den reinsten Ausdruck zu finden“. Variantenreich interpretierte er in den 20er Jahren seinen expressiven Stil.

Seine späteren Landschaften und Stillleben prägen magisch-melancholische Entrückung, dramatische Atmosphäre und der intime Dialog mit den stillen Dingen.

In seinem monumentalen Spätwerk nach dem 2. Weltkrieg ist die wiederkehrende Kraft in seinen Farbenstürmen zu spüren. Wie ein roter Faden zieht sich die Begeisterung für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände durch sein künstlerisches Schaffen. Immer wieder stellte er afrikanische und ozeanische Masken und Skulpturen in seinen Werken dar und adaptierte deren spezifische magische Ausdruckskraft in seiner Kunst. Die Ausstellung zeigt Plastiken, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik und setzt diese in einen Dialog mit Objekten aus der Sammlung afrikanischer und ozeanischer Kunst aus dem Nachlass des Künstlers.

Termin: Mi, 14. Februar 2018 um 14:00

Ort: Bucerius Kunstforum

Treff: 13.45 Uhr, Kassenhalle Bucerius Kunstforum, Rathausmarkt 2

Kosten: € 16,– inkl. Eintritt und Führung

Teilnehmer: min. 16 / max. 20. Stichtag: 30.01.

Anmeldung: ab 10.01. telefonisch (040 / 27 81 67 67) bei NEW GENERATION [1506]