Gärten zwischen Altona und Neumühlen

Hans Simon Holtzbecker, Garten des Caspar Anckelmann in der Hamburger Neustadt um 1669

Hamburg war schon früh eine Gartenstadt. Der Pfarrer Johann Balthasar Schupp (1610–1661) schwärmte: „Ich weiß mich nicht zu besinnen, daß ich eine Stadt in Deutschland gesehen habe, welche so viele schöne Lustgärten hat als Hamburg.“

Die Beschäftigung mit Gartenbau und Pflanzen gehörte bereits im 17. Jahrhundert zu den gesellschaftlich wichtigen Themen, kunstvolle Florilegien spiegelten das botanische und ästhetische Interesse der Zeitgenossen. Darüber hinaus lockte das Renommee, das mit der Anlage eines privaten Gartens zu erlangen war, galt ein solcher doch – so die Einschätzung des Hamburger Dichters Hans Leip (1893–1983) – „als ebenso gültiger Maßstab für die Kreditfähigkeit eines Mannes wie sein Warenlager oder seine Geschäftsverbindungen“.

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