Gärten zwischen Altona und Neumühlen

Der Tippenhauersche Garten in Billwerder, um 1844 von Johann Georg Haeselich

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden vornehmlich im Osten Hamburgs – in Billwerder und Horn – erste Gartenanlagen außerhalb der StadtmauernDie Stadt war immerhin von bis zu neun Meter hohen Wällen umgeben. Wer Vermögen und Grundbesitz in der Stadt besaß und überdies lutherisch war, gehörte zu der kleinen privilegierten Minderheit derjenigen, die das Bürgerrecht in der Stadtrepublik Hamburg besaßen. Ihr Reichtum wiederum ermöglichte es ihnen, im Sommer der stickigen und übel riechenden Stadt zu entrinnen: Sie zogen auf ihre Sommersitze im flachen Marschland, das sich hervorragend für die Anlage von weiträumigen, architektonischen Gärten im damals üblichen symmetrischen niederländisch-französischen Stil eignete. Erhalten ist von diesen barocken Gärten kein einziger. Viele wurden bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts während der französischen Besatzungszeit zerstört, andere fielen der Industrialisierung im Laufe des 19. Jahrhunderts zum Opfer.

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